Freeware beats Shareware

Schon seit einiger Zeit hatte ich Probleme damit, Audio-CDs aus MP3-Dateien zu brennen, ohne dass störende Knacksgeräusche zumeist am Anfang der Tracks auftraten. Bisher ging ich davon aus, es läge an der Hardware, Zeitverschleiß des Brenners meinetwegen. Um jedoch die Entscheidung einer Neuinvestition abzusichern, prüfte zunächst empirisch durch Erstellen derselben Audio-CDs an mehreren unterschiedlichen Brennern mit derselben Brennersoftware, nämlich Nero (Probandenversion war 7.0.1.4 Premium). Siehe da: Selber Fehler!

Nachdem ich mir nach kurzer Google-Recherche das erstbeste Freeware-Burn-Tool gezogen hatte, den DeepBurner 1.9.0.228, war ich gespannt auf das Ergebnis mit dem kostenlosen Konkurrenten. Wenige Minuten später hatte ich mich dann bereits geistig von meinem jahrelangen Weggefährten im Bereich der Datenarchivierung getrennt: Nero ade! Ein einfaches, kostenloses Programm bekommt hin, was ein offensichtlicher Bug in Nero verhindert: eine schlicht fehlerfreie Audio-CD.

Diese Art der Enttäuschung war mir allerdings nicht so neu. Vor Jahren schon trennte ich mich vom stark kommerzen Windows Media Player (soweit es Windows zulässt…!), dessen Substitut ich im heute bekannten OpenSource-Tool VLC-Player fand. Auch hier bleibt fraglich, warum sich Microsoft bei der Implementierung von Codecs so schrecklich anstellt, wobei es scheinbar nicht so schwer ist, alle relevanten und wichtigen Codecs in eine verhältnismäßig kleine Archivdatei zu packen und damit dann noch ein stabil lauffähiges Programm zu konzipieren.

Auch auf dem Bereich der Sicherheitssoftware bin ich letztendlich mit einer Freeware-Lösung weit mehr zufrieden gestellt, als es die regelmäßig kostenpflichtige Variante war. Norton Internet-Security mit Norton AntiVirus machte fraß nicht nur Unmengen an Arbeitsspeicher sondern sorgte dadurch sogar regelmäßig für Frust durch Programm- und Computerabstürze. Seit AntiVir spare ich mir nicht nur die jährliche Gebühr sondern habe auch noch ein stets aktuelles und kompaktes Antivirentool. Da ich die Nutzung von Firewalls im Zeitalter von Routern sowieso für unnötig erachte, bin ich somit also bestens bedient.

Meine nächste Ãœberlegung ist nun der Umstieg vom Business-Standard, Microsoft Office, auf den OpenSource-Standard, OpenOffice. Hier – so kann ich mich jedoch erinnern – war ich bei einem Versuch in früherer Zeit nicht zufrieden. Eine Alternative, die hier außerdem immer ernster zu nehmen wird, ist GoogleDocs, das ich schon für diverse Dokumente verwende, die stetig aktualisiert werden müssen und somit möglichst überall verfügbar sein sollten.

Es scheint sich der Trend „Shareware ade, Freeware juche!“ aber trotzdem zu etablieren. Vielleicht sollten sich die Entwickler von Microsoft, Symantec, Ahead und co. mal wieder gut in den offenen Entwicklergemeinden einkaufen, um dem geistigen Nebel zu entschwinden und die Konkurrenzvorteile wieder auf die eigene Seite zu bringen…

Ein Gedanke zu „Freeware beats Shareware“

  1. Dem kann ich nur zustimmen. Hatte mir für meinen neues Notebook nen teures Antivir-Programm gekauft. Schlagartig wurde der Computer langsamer und hat irgendwann kaum noch was gemacht. Seit ich mir die Freeware von Microsoft Security EWssentials geholt hab, isses besser.

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